Glen, F. & N. Mrosovsky (2004): Antigua revisited: the impact of climate change on sand and nest temperatures at a hawksbill turtle (Eretmochelys imbricata) nesting beach. – Global Change Biology 10 (12): 2036-2045.

Zurück nach Antigua: Der Einfluss des Klimawechsels auf Sand- und Nesttemperaturen am Niststrand der Echten Karettschildkröte (Eretmochelys imbricata)

Ob ein Schildkrötenembryo sich zu einem männlichen oder weiblichen Exemplar entwickelt, hängt wie bei vielen anderen Reptilien von der Inkubationstemperatur der Eier ab. Bei Meeresschildkröten produzieren warme Temperaturen zu 100 % Weibchen. Deshalb hat die globale Erwärmung das Potential, die Geschlechtsverteilung drastisch zu verändern. Die Lufttemperaturen sind auf Antigua während der letzten 35 Jahre um 0,7 °C angestiegen. Messungen, sowohl im Sand als auch an den Gelegen, die die Echte Karettschildkröte (Eretmochelys imbricata) an der Pasture Bay, Antigua, abgelegt hat, zeigen, dass die Temperaturen während eines bedeutenden Teils der Nistsaison bereits über dem Level liegen, bei dem jeweils 50 % beider Geschlechter erzeugt würden (Pivot-Level). Es werden Vergleiche zu Messungen der Sandtemperatur gezogen, die 1989 und 1990 genommen wurden. Schätzungen ergaben, dass 2003 weniger Männchen produziert wurden als in den vorhergegangenen Jahren. Empfehlungen werden ausgesprochen für ein enges Monitoring bezüglich der Fruchtbarkeit der Eier und der Erforschung aller Schildkrötennester, die auch zu kühleren Jahreszeiten abgelegt werden.

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