Luiselli, L. (2005): Aspects of comparative thermal ecology of sympatric hinge-back tortoises (Kinixys homeana and Kinixys erosa) in the Niger Delta, southern Nigeria. – African Journal of Ecology 43(1): 64-69.

Aspekte der vergleichenden Thermal-Ökologie der sympatrischen Gelenkschildkröten (Kinixys homeana und Kinixys erosa) im Niger Delta, Süd-Nigeria.

DOI: 10.1111/j.1365-2028.2004.00546.x

Aspekte der Thermal-Ökologie der beiden sympatrischen Gelenkschildkröten, Kinixys homeana und Kinixys erosa wurden in der Regenwaldzone des südöstlichen Nigeria (West-Afrika) untersucht. Es gab keine signifikanten Unterschiede in der durchschnittlichen Körpertemperatur zwischen Männchen von K. homeana, Weibchen von K. homeana, Männchen von K. erosa und Weibchen von K. erosa. Bei beiden Arten gab es einen signifikanten Zusammenhang zwischen Körpertemperatur und Lufttemperatur und die Regressionslinie Lufttemperatur zu Körpertemperatur wich signifikant von der Linie einer idealen Poikolethermie ab. Diese Regressionen unterschieden sich nicht signifikant zwischen den Geschlechtern oder Arten. Es gab keine signifikanten Unterschiede bezüglich der durchschnittlichen Körpertemperatur bei K. homeana während der verschiedenen Stunden eines Tages, wohingegen die durchschnittliche Körpertemperatur von K. erosa signifikant während der verschiedenen Tagesintervalle variierte, wo die höheren Werte zwischen 11:01 und 15:00 Uhr und 15:01 bis 19:00 Uhr lagen. Bei beiden Arten lag die Körpertemperatur fast immer unterhalb der Lufttemperatur und die negative Differenz „Körpertemperatur-Lufttemperatur“ stieg mit steigender Lufttemperatur an. Die Kurve der Differenz zwischen Körper- und Lufttemperatur zeigte bei K. homeana signifikante Differenzen (mit höheren negativen Differenzen bei 11:01 bis 15:00 Uhr und 15:01 bis 19:00 Uhr), wohingegen keine solche Differenzen bei K. erosa beobachtet wurden. Grundsätzlich zeigten beide Arten verhaltensbedingte Thermoregulation, um eine Überhitzung in tropischen Umgebungen zu Verhindern, indem sie den Vorteil schattiger Waldumgebungen nutzten.

Seitenanfang