Iglay, R. B., J. L. Bowman & N. H. Nazdrowicz (2007): Eastern Box Turtle (Terrapene carolina carolina) movements in a fragmented landscape. – Journal of Herpetology 41(1): 102-106.

Die östliche Dosenschildkröte (Terrapene carolina carolina) und ihre Wanderungen in einer fragmentierten Landschaft

DOI: 10.1670/0022-1511(2007)41[102:EBTTCC]2.0.CO;2

Carolina-Dosenschildkröte, Terrapene carolina – © Hans-Jürgen Bidmon
Carolina-Dosenschildkröte,
Terrapene carolina
© Hans-Jürgen Bidmon

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In der mittleren atlantischen Region hat die Landwirtschaft und Landschaftsentwicklung (Besiedlung) dazu geführt, dass die Habitate stark fragmentiert sind. Allerdings sind die Auswirkungen. die sich dadurch für die Wanderungen der östlichen Dosenschildkröte (Terrapene carolina carolina) ergeben. bislang unbekannt. Das Verständnis, wie sich die Dosenschildkröten innerhalb der zersiedelten, fragmentierten Landschaft bewegen, hilft die Auswirkungen der Waldzerstückelung auf ihre Ökologie zu verstehen. Wir wählten vier Untersuchungsregionen, die sich in Bezug auf den Grad der Fragmentierung unterschieden. Die Fragmentierung umfasste einzelne isolierte Waldfragmente, bis zu einen geschlossenen Wald, worin wir die Auswirkungen auf die Bewegungsmuster in Abhängigkeit zum Geschlecht, der Jahreszeit und Region untersuchten. Dazu selektierten wir nach dem Zufallsprinzip pro Woche und Region fünf Schildkröten, die mit Radiosendern versehen waren, und bestückten sie zusätzlich mit Fadenspulen, um ihre täglichen Wanderungen detailliert zu erfassen. Die Auswertung ergab, dass es in Bezug auf Geschlecht, Jahreszeit und der jeweiligen Region und in Bezug auf Jahreszeit × Region keine deutlichen Auswirkungen sprich Unterschiede bei den Bewegzungen gab. Allerdings gab es bei den Kombinationen Geschlecht in Abhängigkeit zur jeweiligen Region und Geschlecht in Abhängigkeit zur Jahreszeit klare Unterschiede bezüglich der Bewegungsmuster der Schildkröten. Dosenschildkröten, die in isolierten Regionen (Fragmenten) lebten, zeigten geringere Wanderbewegungen als jene, die mehr zusammenhängende Waldstücke bewohnten, und es gab dabei saisonale Unterschiede. Die Unterschiede in den Bewegungsmustern beruhen auf geschlechtsspezifischen Unterschieden im Leben der Schildkröten, wie der Partnersuche bei den Männchen und der Nistplatzwahl der Weibchen sowie einer Energieeinsparung bei den Weibchen zugunsten der Reproduktion.

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