Gilbertson, L. H. & W. R. Radke (2006): A new species of Sonorella (Pulmonata: Helminthoglyptidae) from Arizona, with notes on predation and evasive behaviours. – American Malacological Bulletin 21: 17-22.

Eine neue Spezies von Sonorella (Pulmonata: Helminthoglyptidae) aus Arizona mit Anmerkungen zu Beutegreifern und Abwehrverhalten

DOI: None

Es wird eine neue Schneckenspezies aus der Gattung Sonorella (Pilsbry, 1900) aus den Pedregosa-Bergen des südöstlichen Arizona, USA beschrieben. Die Schnecken zeigen eine große Ähnlichkeit zur Art Sonorella binneyi (Pilsbry & Ferris, 1910). Die Schmuckdosenschildkröte, Terrapene ornata luteola (Smith & Ramsey, 1952) ist der Hauptprädator für die neue Spezies.

Kommentar von H.-J. Bidmon

Nun, das Abstract ist relativ kurz und nur für jene Leser von Interesse, die sich auch für Gehäuseschnecken interessieren. Die Arbeit beschreibt, dass die neue Spezies bei Arbeiten zur Erfassung der Amphibien und Reptilienfauna im Jahr 2000 entdeckt wurde, wo sie hauptsächlich nach starken Regenfällen auftritt und eine Art Flucht- und Abwehrverhalten zeigt. Beobachtungen zeigten, dass sie von Terrapene ornata luteola gefressen wurde. Daraufhin veranlasste man Kotuntersuchungen, wobei man feststellte, dass nach schweren Regenfällen fast der gesamte Kot von Terrapene o. luteola aus Gehäusefragmenten dieser Schneckenspezies (die unseren heimischen Hainschnirkelschnecken sehr ähnelt) besteht. Insofern sicher auch ein wertvoller Hinweis auf das natürliche Nahrungsspektrum dieser Schildkrötenspezies, die sich die nötigen Energiereserven ja wegen ihrer ausgeprägt lange Ruhephase (Plummer 2004: Journal of Herpetology 38: 589-593 oder Abstract-Archiv) in kurzer Zeit über hochwertige Nahrung zuführen muss. Zudem lässt sich daraus schließen, dass diese Art an zeitweise hohe Kalziumgehalte und Mineralgehalte (aus Schneckenschleim und Gehäusen) in der Nahrung bestens angepasst sein muss und solche vielleicht auch für ein normales Wachstum und eine normale Entwicklung benötigt.

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