Johnson, V. M., C. Guyer & M. D. Boglioli (2007): Phenology of attempted matings in Gopher Tortoises. – Copeia 2007(2): 490-495.

Phänologie der Paarungsversuche bei Gopherschildkröten.

DOI: 10.1643/0045-8511(2007)7[490:POAMIG]2.0.CO;2

Beobachtungen reproduktionsbezogenen Verhaltens bei Gopherschildkröten (Gopherus polyphemus) wurden in verschiedenen Studien beschrieben, allerdings gibt es bis heute keine klare zeitliche Musterbeschreibungen für solche Verhaltensweisen. Wir benutzten Kameras zur Überwachung von 37 weiblichen Gopherschildkröten, von denen wir die saisonalen Aktivitätsmuster sowie die zeitlichen Muster der Paarungsaktivitäten mit Männchen dokumentierten. Dies fand an zwei Lokalitäten im südlichen Georgia statt, die für diese Art die besten verbliebenen Schildkrötenhabitate innerhalb ihres geographisch, nördlichen Verbreitungsgebiets darstellen. Paarungsverhalten wurde ab Anfang März bis in den späten Oktober hinein beobachtet, wobei es einen unimodalen Peak während der Monate Juli, August und September gab. Somit ergab sich ein zeitliches Muster, welches den Zyklus des Testosteronspiegelverlaufs der Männchen und den Östradiolzyklus der Weibchen widerspiegelt. Während aller Monate, in denen Paarungen beobachtet wurden, fanden diese zwischen 15.00 Uhr und dem Beginn der Dämmerung statt, ein Verhalten, das am ausgeprägtesten während der Peak-Monate war. Wir schließen aus den Aufzeichnungen, dass die individuellen adulten Weibchen pro Jahr etwa 26 Paarungsversuchen von durchschnittlich etwa 6 bis 14 verschiedenen Männchen ausgesetzt sind.

Kommentar von H.-J. Bidmon

Es bleibt offen, wie viele Paarungsversuche wirklich erfolgreich verlaufen, aber die Weibchen können ja wählen. Siehe dazu Moon et al. (2006): Journal of Heredity 97(2): 150-157 oder Abstract-Archiv.

Seitenanfang