Gordos, M. A., M. Hamann, C. S. Schauble, C. J. Limpus & C. E. Franklin (2007): Diving behaviour of Elseya albagula from a naturally flowing and hydrologically altered habitat. – Journal of Zoology 272(4): 458-469.

Tauchverhalten von Elseya albagula in einem natürlich fließenden und einem hydrologisch veränderten Habitat

DOI: 10.1111/j.1469-7998.2007.00289.x

Diese Studie untersuchte das Tauchverhalten und die Aktivität der bimodal atmenden Wasserschildkröte Elseya albagula im Burnett-Fluss, Zentral Qld, Australiens. Die Tauchparameter wurden aufgezeichnet mit drucksensitiven Zeit-Tiefen-Rekordern bei Schildkröten in frei-fließenden versus regulierten hydrologischen Bedingungen. Die maximale erfasste Tauchzeit für El. albagula lag bei etwas über 3 Stunden und ist eine der längsten aufgezeichneten Tauchphasen für freiwillig abtauchende Wirbeltiere und erklärt sich aus der Fähigkeit aquatisch zu atmen (d. h. Sauerstoff über die Schleimhäute aus dem Wasser aufzunehmen). Die mittlere Tauchdauer die für El. albagula im regulierten Niedrigwasser betrug 6,7 min und war dreimal länger als jene für Schildkröten, die sich im natürlich fließenden Ursprungsgewässer aufhielten (1,9 min), wobei die Unterschiede in der Tauchdauer wahrscheinlich aufgrund der verschiedenen Fließgeschwindigkeiten oberhalb und unterhalb des Wehrs zustande kommen. Keine Korrelation ergab sich zwischen der Tauchdauer und den folgenden Auftauchintervallen, was vermuten lässt, dass die Tauchgänge während der Studie aerob waren (also kein Sauerstoffmangel vorlag). Obwohl es zu erheblichen täglichen Unterschieden im Ausmaß des Wasserflusses zwischen den beiden Untersuchungsorten kam, wurden an beiden Orten gleich bleibende Trends für die Oberflächen- und Tauchaktivitäten bei El. albagula aufgezeichnet. Die Schildkröten unternahmen sehr tiefe Ruhetauchgänge (> 1,5 m) während des Tages, bevor sie für die Nacht in Flachwasserhabitate wechselten (< 1,0 m). Die nächtliche versteckte Dunkelphase war charakterisiert durch eine höhere Oberflächenaktivität, begleitet von Perioden erhöhter Bewegungsaktivität, beides ist sehr wahrscheinlich mit der Nahrungsaufnahme assoziiert.

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