Percipalle, M., G. Giardina, L. Lipari, C. Piraino, D. Macri & V. Ferrantelli (2011): Salmonella Infection in Illegally Imported Spur-Thighed Tortoises (Testudo graeca). – Zoonoses and Public Health 58(4): 262–269.

Eine Salmonelleninfektion bei illegal importierten Maurischen Landschildkröten (Testudo kleinmanni).

DOI: 10.1111/j.1863-2378.2010.01345.x

Maurische Landschildkröte, Testudo graeca – © Hans-Jürgen Bidmon
Maurische Landschildkröte,
Testudo graeca
© Hans-Jürgen Bidmon

Die Prävalenz einer Salmonelleninfektion wurde bei einer Gruppe von Maurischen Landschildkröten (Testudo graeca), die während eines Schmuggelversuchs beschlagnahmt worden waren sowie bei einer in Gefangenschaft in einem Wildtierrettungszentrum gehaltenen Population Griechischer Landschildkröten (Testudo hermanni) bestimmt. Salmonella spp. wurde aus 81 von 220 (36,8 %) und bei 17 von 67 (25,4%) der Kloakenabstriche bei T. graeca und T. hermanni gefunden. Insgesamt wurden 21 verschiedene Serotypen von Salmonella nachgewiesen. Einige der Serotypen waren typisch für terrestrische Schildkröten, während andere bisher noch nicht für Schildkröten nachgewiesen worden waren. Alle der kultivierten Serotypen waren nicht typhoid, aber dennoch waren etliche dabei, die dafür bekannt sind, beim Menschen schon als Ursache für eine reptilienassoziierte Salmonellose verantwortlich zu sein. 82 % und 5,3 % waren resistent für zwei, bzw. drei der anitmikrobiellen Medikamente. Allerdings sprachen noch alle Isolate auf die üblicherweise zur Behandlung einer Salmonelleninfektion eingesetzten Antibiotika wie Cephalosporine und Fluoroquinolone an. Unsere Daten bestätigen, dass Landschildkröten als Reservoir für Salmonellen infrage kommen und dass entsprechende Maßnahmen beim Umgang mit den Tieren und bei deren Zucht berücksichtigt werden sollten. Bessere Kontrollen sollten ergriffen werden, um die illegale Einfuhr lebender Landschildkröten zu unterbinden und den Handel mit lebenden Landschildkröten als Träger von Krankheitserregern einzuschränken.

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