Peng, Q. L., L. W. Nie & Y. G. Pu (2006): Complete mitochondrial genome of Chinese big-headed turtle, Platysternon megacephalum, with a novel gene organization in vertebrate mtDNA. – Gene 380(1): 14-20.

Das komplette mitochondriale Genom der chinesischen Großkopfschildkröte, Platysternon megacephalum mit einer neuartigen Genorganisation für die Wirbeltier-mtDNS.

DOI: 10.1016/j.gene.2006.04.001

Großkopfschildkröte, Platysternon megacephalum – © Hans-Jürgen Bidmon
Großkopfschildkröte,
Platysternon megacephalum
© Hans-Jürgen Bidmon

Das mitochondriale Genom der chinesischen Großkopfschildkröte, Platysternon megacephalum, wurde anhand der Polymerasekettenreaktion (PCR) entschlüsselt. Die gesamte mtDNS-Sequenz ist die längste mitochondriale Genomsequenz für Schildkröten, die bisher beschrieben wurde, 19.161 bp (Basenpaare). Dieses mitochondriale Genom zeigt eine bis dato neue Anordnung der Gene, die zum größten Teil von der anderer Wirbeltiere abweicht. Sie ist durch vier distinkte Muster charakterisiert: 1) eine Translokation eines Genclusters, welches drei tRNS Gene einschließt (tRNS(His), tRNS(Scr), tRNASLeu(CUN)) und das ND5 Gen, 2) zwei tRNS(Thr) Pseudogene, 3) eine Duplikation der Pseudo tRNS(Thr)/tRNS(Pro)/D-Scheifenregion und 4) drei nicht-kodierende Spacer. Diese einzigartigen Identitäten repräsentieren eine neue Genanordnung im Mitochondriengenom von Wirbeltieren. Das TDRL Modell erklärt vermutlich das Zustandekommen dieser Genanordnung bei P. megacephalum am besten.

Kommentar von H.-J. Bidmon

Auch hier ein weiterer Schritt zur molekularen Identifizierung von Schildkröten (s. dazu: Perez et al. (2006): Molecular Ecology Notes 6(4): 1096-1098 oder Abstract-Archiv).

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