Guillot, H., X. Bonnet, P. Bustamante, C. Churlaud, J. Trotignon & F. Brischoux (2018): Trace Element Concentrations in European Pond Turtles (Emys orbicularis) from Brenne Natural Park, France. – Bulletin of Environmental Contamination and Toxicology 101(3): 300-304.

Spurenelementkonzentrationen bei europäischen Sumpfschildkröten (Emys orbicularis) aus dem Brenne Nationalpark, Frankreich.

DOI: 10.1007/s00128-018-2376-7

Wir ermittelten die Spurenelementkonzentration bei europäischen Sumpfschildkröten (Emys orbicularis) aus dem Brenne Nationalpark (Frankreich). Wir sammelten dazu überfahrene Schildkröten (N = 46) um in den Geweben die Konzentrationen von 4 nicht-essentiellen (Ag, Cd, Hg, und Pb) und 10 essentiellen (As, Co, Cr, Cu, Fe, Mn, Ni, Se, V, und Zn) Elementen in Muskel, Haut, Leber und den Krallen zu bestimmen. Die Körpergröße wie auch das Geschlecht hatten keine Auswirkungen auf die meisten Elementkonzentrationen mit Ausnahme von Hg (in Leber, Haut und Krallen) sowie Zn (im Muskel) die mit zunehmender Größe der Schildkröten anstiegen. Wir fanden relativ hohe Werte für Hg und Zn die möglicherweise mit der im Gebiet vorkommenden Fischzucht in Zusammenhang stehen. Diese Ergebnisse zeigen an, dass zukünftige Folgeuntersuchungen nötig sind um die möglichen ökotoxikologischen Folgen für E. orbicularis abschätzen zu können.

Kommentar von H.-J. Bidmon

Eine Arbeit die zeigt wie weit Umweltgifte wie Quecksilber (Hg) schon verbreitet sind, die aber auch auf einen anderen Aspekt aufmerksam macht: Denn wenn das Hg aus den Fischzuchtfarmen stammt, dann sollte man sich ernsthaft fragen wie betroffen davon nicht nur die Sumpfschildkröten sind, sondern auch der Mensch? Denn die Fischfarmen züchten dort ja nicht Schildkrötenfutter! Siehe auch: Muñoz & Vermeiren, (2018) und die dort zitierte Literatur.

Literatur

Muñoz, C. C. & P. Vermeiren (2018): Profiles of environmental contaminants in hawksbill turtle egg yolks reflect local to distant pollution sources among nesting beaches in the Yucatán Peninsula, Mexico. – Marine Environmental Research 135: 43-54 oder Abstract-Archiv.

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