Eisemberg, C. C., Rose, M., Yaru, B. & A. Georges (2010): Demonstrating decline of an iconic species under sustained indigenous harvest – The pig-nosed turtle (Carettochelys insculpta) in Papua New Guinea. – Biological Conservation., 144: 2282–2288.

Der Nachweis des Rückgangs einer als Ikone zu bezeichnenden Spezies durch andauernde Nutzung: Die Neuguinea-Weichschildkröte (Carettochelys insculpta) in Papua Neuguinea.

Papua Neuguinea weist eine erstaunliche biologische und kulturelle Vielfalt auf, die geprägt ist von einer strengen Abhängigkeit der Bewohner von ihrem Land und seinen biologischen Ressourcen zur Ernährung. Letztere stellt besondere Ansprüche an das komplexe Überwachen und die Erhaltung der wildlebenden Populationsbestände. Viele betroffene Arten sind langlebig, was ein zusätzliches Problem für die Erhaltungsbiologie darstellt. Wir liefern erstmals konkrete Beweise für einen substantiellen Populationsrückgang der Neuguinea-Weichschildkröte (Carettochelys insculpta): Einer wichtigen Proteinressource für die Lokalbevölkerung. Unsere Studie kombiniert Erfassungen auf dörflicher Ebene und „Groß“-Markterhebungen mit einem Zeitunterschied von 30 Jahren und schließt weiterhin Trendanalysen für die Größe nistender Weibchen und das Ausmaß der Fangeffizienz mit ein, die essentiell für eine Erhebung der Populationstrends sind. Die Möglichkeiten für Erfolg versprechende Gegenmaßnahmen in Bezug auf die Arterhaltung und die lokale Bevölkerung müssen sowohl den Rückgang der Arten als auch die Fischereipraxis berücksichtigten, denn für die Bevölkerung sind die Schildkröten eine Nahrungsressource während sie global als erhaltens- und schützenswert erachtet werden. Unsere Studie in der Kikori-Region ist repräsentativ für die üblichen Jagdmuster innerhalb des Verbreitungsgebietes der Art in Papua New Guinea und gibt uns zudem ein Beispiel für die Erhaltung anderer wildlebender Spezies, die gejagt werden.

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