Luiselli, L. & T. Diagne (2013): Kinixys homeana Bell 1827 – Home’s Hinge-Back Tortoise. – Chelonian Research Monographs No. 5: 070.1-070.10, S. 070.1–070.10 in: Rhodin, A. G. J., P. C. H. Pritchard, P. P. van Dijk, R. A. Saumure, K. A. Buhlmann, J. B. Iverson & R. A. Mittermeier (Hrsg.): Conservation Biology of Freshwater Turtles and Tortoises: A Compilation Project of the IUCN/SSC Tortoise and Freshwater Turtle Specialist Group. – Chelonian Research Monographs 5(70): 1-10.

Kinixys homeana Bell 1827 – Stutz-Gelenkschildkröte.

DOI: 10.3854/crm.5.070.homeana.v1.2013

Bei der Stutz-Gelenkschildkröte, Kinixys homeana (Familie: Testudinidae), handelt es sich um eine kleine bis mittelgroße im Wald lebende Landschildkröte (Carapaxlänge bis 220 mm), mit einem Verbreitungsgebiet, das über die Küstenregion des Golfs von Guinea hinausreicht und sich kontinuierlich in den Regenwäldern von Guinea-Kongo West Afrika fortsetzt. Die Art gehört zu einer distinkten Gattung der Landschilkröten, die ihren Carapax vollständig verschließen können, wobei ihnen eher das hintere Carapaxgelenk hilft, als das Plastrale. Die Populationsstruktur, Ökologie und die Häufigkeit von K. homeana wurden im Nigerdelta im südlichen Nigeria und im westlichen Cameroon untersucht, wobei derzeit noch Untersuchungen in Ghana und Togo laufen. Die Art ernährt sich omnivor, wobei die Gesamternährung in der Hauptsache auf Pilzen basiert. Die derzeitigen Populationsgrößen werden, wo Exemplare vom Menschen gesammelt werden, als stark reduziert angesehen, und es gibt zunehmende Beweise dafür, dass die Art im gesamten Verbreitungsgebiet abnimmt. Zu den Hauptgefährdungen gehört das Sammeln für die Ernährung durch die lokale sehr verarmte Bevölkerung, durch landwirtschaftliche und industrielle Abholzung der Waldflächen und durch die Vermarktung der Tiere im internationalen Tierhandel. Derzeit gibt es noch kein Arterhaltungsmanagement für diese Spezies und es gibt noch erheblichen zusätzlichen Forschungsbedarf im Freiland (z.B. zur Ökologie und der Vorkommenshäufigkeit), um Schutzgebiete dort einzurichten, wo innerhalb des Gesamtverbreitungsgebiets noch überlebensfähige Populationen existieren.

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