Moolna, A. (2008): Preliminary observations indicate that giant tortoise ingestion improves seed germination for an endemic ebony species in Mauritius. – African Journal of Ecology 46(2): 217-219.

Vorläufige Beobachtungen deuten an, dass das Fressen von Samen des auf Mauritius endemischen Küstenebenholzbaums durch Riesenschildkröten deren Keimfähigkeit verbessert.

DOI: 10.1111/j.1365-2028.2007.00807.x

Diese Kurzmitteilung hat kein Abstract, deshalb hier eine kurze Zusammenfassung.
Die Insel Mauritius hat wie viele andere Inseln auch eine endemische Flora und Fauna. Die Flora dieser Insel durchlief eine Ko-Evolution mit einigen großen Fruchtfressern (Frugivoren), die heute ausgestorben sind wie der Dodo und die beiden Riesenschildkrötenarten Geochelone inepta und Geochelone triserrata, was häufig dazu führte, dass Pflanzen Früchte mit einem von einer dicken Schale umgebenen Samen entwickelten, damit der Samen nicht mitverdaut wurde. Der Nachteil ist, dass einige Samenschalen so dick sind, dass die Schalen von den Keimlingen nicht zu durchbrechen sind, wenn sie nicht vorher von den Verdauungsprozessen angegriffen wurden. Seit der Ausrottung der großen Fruchtfresser auf Mauritius starben immer mehr dieser Pflanzen aus, und nur wenige sehr langlebige existieren noch heute. Sie sind aber immer noch vom Aussterben bedroht. Da auch bekannt ist, dass Schildkröten auf Aldabra wichtige Samenverbreiter sind und bestimmte wilde Tomatenarten auf den Galapagosinseln nur keimen, wenn sie vorher den Verdauungstrakt von Riesenschildkröten durchlaufen hatten, wurde hier ein Versuch gestartet, die Früchte des vom Aussterben bedrohten Küstenebenholzbaums an eine Aldabra-Riesenschildkröte Geochelone gigantea zu verfüttern. Die derzeitigen Ergebnisse zeigen, dass dadurch die Keimfähigkeit der Samen signifikant gesteigert werden konnte.

Seitenanfang