Storch, S., G. C. Hays, Z. Hillis-Starr & R. P. Wilson (2006): The behaviour of a hawksbill turtle data-logged during the passage of hurricane Georges through the Caribbean. – Marine and Freshwater Behaviour and Physiology 39(4): 307-313.

Das Verhalten von mit Sendern ausgestatteten Schildkröten während des Durchzugs von Hurrikan George in der Karibik.

DOI: 10.1080/10236240600919796 ➚

Echte Karettschildkröte, Eretmochelys imbricata – © Enrico Marcovaldi
Echte Karettschildkröte,
Eretmochelys imbricata,
© Enrico Marcovaldi

Kürzlich aufgetretene schwere Hurrikane in der Karibik und den südöstlichen USA hatten verheerende sozioökonomische Auswirkungen, und es besteht dringender Bedarf zu erfahren, wie sie sich auf die Tierwelt ausgewirkt haben. Wir benutzten Mehrkanalaufzeichnungsgeräte, die an Meeresschildkröten (Eretmochelys imbricata) während der Nistsaison 1998 angebracht worden waren, um ihr Verhalten zu studieren, wobei wir das Verhalten vor dem Hurrikan George mit dem danach vergleichen konnten. Während George wütete, zeigten die Schildkröten kürzere Abstände zwischen ihren Tauchgängen und wurden aktiver, wobei sie im Vergleich mit ihrem Verhalten bei ruhiger See insgesamt weniger Zeit an der Oberfläche verbrachten. Nachdem der Hurrikan vorüber war, kehrten sie aber sehr schnell zu ihrem Normalverhalten zurück, das sie vor dem Eintreffen des Hurrikans gezeigt hatten, wobei sie sogar wenige Tage später schon wieder an ihren angestammten Niststränden ablegten. Diese Ergebnisse zeigen, dass zumindest in diesem Fall die Auswirkungen minimal waren, wohl weil die Tiere von den hohen Windgeschwindigkeiten abgetaucht und durch das Wasser geschützt kaum betroffen waren.

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