Marten, G. G. (2007): Turtles. – Journal of the American Mosquito Control Association 23(2): 221-224.

Süßwasserschildkröten

DOI: None

Junge Süßwasserschildkröten haben die Kapazität, pro Tag mehr als 500 Individuen des dritten und vierten Larvenstadiums von Moskitos zu verzehren. Wie Feldversuche im Rahmen eines Programms zur Dengue-Kontrolle in Honduras zeigten, war es ausreichend, nur eine Schildkröte in jedem Wasservorratsbehälter zu halten, um die gesamte Moskitoentwicklung zu stoppen. In Louisiana führte die Haltung von Schildkröten in den mit Fäkalien verschmutzten Pfützen entlang der Straßen (Straßengräben) dazu, dass die Larven der Mücke, Culex quinquefasciatus um 99 % reduziert werden konnten. Schildkröten können Reservoire und Wirtstiere für Salmonellen sein, wenn sie in beengten Behältnissen als Haustiere gehalten werden, allerdings belegen die Untersuchungen, dass Schildkröten keine Salmonellengefahr darstellen, wenn sie in Wasserspeichern oder anderen Brutstätten für Stechmücken gehalten werden. Obwohl Schildkröten sehr wahrscheinlich für eine praktikable Moskitokontrolle in Straßenpfützen ungeeignet sind, so können sie doch effektiv zur Moskitokontrolle in größeren Regenrückhaltebecken und Teichen (Löschteiche, Viehtränken etc.) eingesetzt werden.

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