Griechische Landschildkröte, Testudo hermanni boettgeri, Jungtiere – © Hans-Jürgen Bidmon
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Hörmann - 2026 - 01

Hörmann, Alina , Johannes Hetterich, Tarek Neubert, Graeme Campbell, Kristina Merhof & Michael Pees (2026): Advancing bone health evaluation in Hermann's tortoises (Testudo hermanni) using spectral detector computed tomography. – Frontiers in Veterinary Science 13: 1772226.

Die Verbesserung der Überprüfung der Knochen(dichte)gesundheit bei Griechischen Landschildkröten (Testudo hermanni) mit der Spektraldetektortomographie.

DOI: 10.3389/fvets.2026.1772226 (externer Link)

Griechische Landschildkröte, Testudo hermanni boettgeri, – © Hans-Jürgen Bidmon
Griechische Landschildkröte,
Testudo hermanni boettgeri,
© Hans-Jürgen Bidmon

Einleitung: Metabolische Knochenerkrankungen (MBD) sind eine häufige Erkrankung bei in Gefangenschaft lebenden Schildkröten. Eine frühzeitige Diagnose ist aufgrund unspezifischer klinischer Symptome, normaler Blutwerte im Frühstadium und der begrenzten Sensitivität von Röntgenaufnahmen schwierig. Die spektrale Detektor-Computertomographie (SDCT) ermöglicht eine quantitative, phantomlose Beurteilung der Knochenmineraldichte (BMD) und kann die diagnostische Genauigkeit verbessern. Diese Studie untersuchte die Eignung der SDCT zur Messung der BMD bei Griechischen Landschildkröten (Testudo hermanni) sowie ihre Fähigkeit, gesunde von MBD-betroffenen Individuen zu unterscheiden. Zudem wurde geprüft, ob aus CT-Aufnahmen abgeleitete morphometrische Verhältnisse des Panzers mit dem Schweregrad der Panzererweichung korrelieren.
Material und Methoden: Dreiundzwanzig Landschildkröten wurden in eine gesunde und eine von MBD betroffene Gruppe eingeteilt, wobei der Grad der Panzererweichung subjektiv bewertet wurde. SDCT-Scans wurden ohne Sedierung durchgeführt, und BMD-Karten wurden unter Verwendung eines phantomgestützten linearen Kalibrierungsmodells erstellt. Die Regionen von Interesse wurden am Halsschild, am Schulterblatt und am Beckenknochen festgelegt. BMD-Verteilungen, Mittelwerte und morphometrische Panzerverhältnisse wurden zwischen den Gruppen verglichen.
Ergebnisse: 106 Messstellen wurden dazu analysiert. Die SDCT zeigte an allen Stellen signifikante BMD-Abnahmen von gesunden zu stark von MBD betroffenen Landschildkröten (p ≤ 0,05), am ausgeprägtesten am Beckenknochen. Erkrankte Tiere wiesen nach rechts verschobene BMD-Histogramme mit einer Anhäufung von Pixeln mit geringer Abschwächung auf. Die Höhen-Breiten-Verhältnisse des Panzers unterschieden sich nicht signifikant. Die BMD spiegelte im Allgemeinen den klinischen Status wider, obwohl sich leichte Fälle mit den Werten gesunder Tiere überschnitten.
Schlussfolgerung: Die SDCT ist eine empfindliche, nicht-invasive Methode zur Erkennung und Quantifizierung von Demineralisierung bei Griechischen Landschildkröten. Sie unterscheidet gesunde von MBD-betroffenen Individuen, ermöglicht eine objektive, beobachterunabhängige Beurteilung und ergänzt die klinische Untersuchung. Die SDCT zeigt großes Potenzial für die Frühdiagnose und die Überwachung der Behandlung von MBD bei Schildkröten. Zur Bestätigung dieser Ergebnisse sind größere, nach Alter stratifizierte Kohorten erforderlich.

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