Rotwangen-Schmuckschildkröte, Trachemys scripta elegans, sitzt sonnend am Ufer – © Hans-Jürgen Bidmon
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Gal - 2026 - 01

Gál, János, Árisz Ziszisz, Márton György Hoitsy, Balázs Sándor & Anna Linda Nógrádi (2026): Dysecdysis and consequential limb strangulation due to improper housing in a red-eared slider (Trachemys scripta elegans, Wied 1838).
Hibás tartásból eredő vedlési zavar és következményes végtaglefűződés vörösfülű ékszerteknősben (Trachemys scripta elegans, Wied 1838). – Magyar Állatorvos-tudományi Archívum 148(1): 55-61.

Dysecdysis und daraus resultierende Gliedmaßenabstrangulation aufgrund ungeeigneter Haltungsbedingungen bei einer Rotwangen-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta elegans, Wied 1838).

DOI: 10.56385/magyallorv.2026.1.55-61 (externer Link)

Rotwangen-Schmuckschildkröte, Trachemys scripta elegans, – © Hans-Jürgen Bidmon
Rotwangen-Schmuckschildkröte,
Trachemys scripta elegans,
© Hans-Jürgen Bidmon

Hintergrund: Die Häutung ist bei Reptilien ein physiologischer Vorgang, sofern Feuchtigkeit, Temperatur und andere Faktoren den Bedürfnissen der Art entsprechen. Rotwangen-Schmuckschildkröten (Trachemys scripta elegans) verbringen viel Zeit im Wasser und benötigen diese Feuchtigkeit, um ihre Häutung durchzuführen. Ihre alte, abgestorbene Haut wird stückweise abgestoßen. Dysecdysis ist ein abnormaler Prozess, der in der Regel aufgrund unsachgemäßer Haltung oder sekundärer Ursachen auftritt.
Ziele: Die Autoren stellen einen Fall einer Rotwangen-Schmuckschildkröte vor, der ein Paradebeispiel dafür ist, wie unzureichende Haltungsbedingungen bei Reptilien zu sehr schwerwiegenden und irreversiblen Zuständen führen können.
Materialien und Methoden: Eine 9-jährige weibliche Rotwangen-Schmuckschildkröte wurde aufgrund einer Schwellung am rechten Vorderbein in die Klinik gebracht. Um den Ellenbogen und im mittleren Drittel des Oberarmknochens waren Ringe aus getrockneter Haut zu sehen. Diese Haut schnürte die Durchblutung am distalen Teil des Beins ab und verursachte eine übermäßige Schwellung. Der Besitzer hielt das Tier in einer trockenen Umgebung, ließ es zusammen mit einer anderen Schildkröte frei in der Wohnung herumlaufen und badete beide jeden Morgen kurz. Im Rahmen der klinischen Untersuchung wurden eine körperliche Untersuchung und eine Blutentnahme durchgeführt sowie Röntgenaufnahmen angefertigt.
Ergebnisse und Diskussion: Die Röntgenaufnahmen zeigten eine Osteolyse im Humerus an den Stellen, an denen bei der körperlichen Untersuchung die Ringe aus getrockneter Haut zu sehen waren. Die ringförmigen Verengungen verursachten eine Kompression und eine passive Stauung sowie eine Anämie. Aufgrund des Zustands des Beins und der teilweisen Knochenresorption entschieden sich die Autoren für eine Amputation des rechten Vorderbeins. Bei der Autopsie zeigte die Schnittfläche des amputierten Beins eine rote Verfärbung zwischen dem subkutanen Bindegewebe und den Muskelschichten. Die histopathologische Untersuchung zeigte Anzeichen einer venösen Stauung, die durch die Strangulation der Extremität verursacht wurde. Die Operationswunde verheilte ohne Komplikationen.

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