Dornrand-Weichschildkröte, Apalone spinifera, ein Tier vom Yellowstone und die Crew – © Kayhan Ostovar
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Duran - 2024 - 01

Duran, Jonathan, Karin Ebey & Lisa N. Barrow (2024): An Investigation of Freshwater Turtle Trophic Ecology in New Mexico Using Stable Isotopes. – Journal of Herpetology 58(3): 238-250.

Eine Untersuchung zur Ernährungsökologie bei Süßwasserschildkröten in New Mexiko anhand stabiler Isotope.

DOI: 10.1670/23-061 ➚

Zierschildkröte, Chrysemys picta, – © Hans-Jürgen Bidmon
Zierschildkröte, Chrysemys picta,
© Hans-Jürgen-Bidmon

Sympatrische Arten unterscheiden sich in der Regel in der Ressourcennutzung, um Konkurrenz zu vermeiden, was zu einer Nischenaufteilung in natürlichen Gemeinschaften führt. Invasive Arten können die Gemeinschaftsstruktur stören, aber diese Auswirkungen sind oft schwer zu messen. In dieser Studie haben wir die Nischenaufteilung in Bezug auf die Nahrungsnischen von Süßwasserschildkröten an drei Standorten im Mittleren Rio Grande Basin in New Mexico mithilfe der Stabilenisotopenanalyse von Kohlenstoff und Stickstoff untersucht. Wir untersuchten vier in der Region verbreitete Schildkrötenarten, darunter die Zierschildkröte (Chrysemys picta), die Dornrand - Weichschildkröte (Apalone spinifera), die Gewöhnliche Schnappschildkröte (Chelydra serpentina) und die invasive Rotwangen-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta elegans). Wir stellten fest, dass die Artenzusammensetzung am Untersuchungsort mit dem stärksten anthropogenen Einfluss, dem Rio Grande Nature Center im städtischen Ballungsraum von Albuquerque, von invasiven T. s. elegans dominiert wurde, während die Untersuchungsorte in abgelegeneren Gebieten (Sevilleta und Bosque del Apache National Wildlife Refuges) hauptsächlich aus einheimischen Arten bestanden. Darüber hinaus beobachteten wir im Rio Grande Nature Center eine hohe Überlappung der Nischenräume zwischen den Schildkrötenarten, während an den beiden anderen Standorten Hinweise auf eine Nischenaufteilung vorlagen. Wir fanden bei den karnivoren Arten A. spinifera und C. serpentina im Vergleich zu anderen Arten höhere Stickstoffwerte. Zudem gab es auch Hinweise auf eine ontogenetische Verschiebung hin zu einer weniger fleischlastigen Ernährung bei T. s. elegans. Unsere Studie liefert wertvolle Basisinformationen über kaum erforschte Schildkrötenbestände in der Region des Mittleren Rio Grande und deutet darauf hin, dass es in New Mexico ein Potenzial für Konkurrenz zwischen der invasiven T. s. elegans und einheimischen Schildkrötenarten gibt.

Kommentar von H.-J. Bidmon

Zumindest für T. s. elegans für die es schon ausführliche Ernährungsdaten gibt decken sich die Befunde mit den früheren Erkenntnissen (Bouchard & Bjorndal 2006a,b; Bouchard et al., 2010).

Literatur

Bouchard, S. S. & K. A. Bjorndal (2006a): Ontogenetic Diet Shifts and Digestive Constraints in the Omnivorous Freshwater Turtle Trachemys scripta. – Physiological and Biochemical Zoology 79(1): 150-158 oder im Abstract-Archiv.

Bouchard, S. S. & K. A. Bjorndal (2006b): Nonadditive interactions between animal and plant diet items in an omnivorous freshwater turtle Trachemys scripta. – Comparative Biochemistry and Physiology – Part B Biochemistry and Biology 144(1): 77-85 oder im Abstract-Archiv.

Bouchard, S. S., A. K. Murphy & J. A. Berry (2010): Non-additive dietary effects in juvenile slider turtles, Trachemys scripta. – Comparative Biochemistry and Physiology Part A: Molecular & Integrative Physiology 155(2): 264-270 oder im Abstract-Archiv.

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