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Winkelmann - 2004 - 01

Winkelmann, E. C., M. C. Fernandes, A. P. Jackowski, A. G. Severino & F. L. Schneider (2004): Microscopic studies of the paraphysis of the turtle Trachemys (scripta) dorbigni (Dumeril & Bibron, 1835). – Belgian Journal of Zoology 134(1): 25-30.

Mikroskopische Studien an der Paraphyse von der Wasserschildkröte, Trachemys (scripta) dorbigni (Dumeril & Bibron, 1835).

DOI: None

Es wurde eine mikroskopische Studie an der Paraphyse der Wasserschildkröte Trachemys dorbigni durchgeführt. Die Paraphyse ist eine stark durchblutete, neuroepitheliale Struktur, die mit einem einfachen kubischen Epithel ausgekleidet ist. Die auffälligsten ultrastrukturellen Befunde waren das Vorhandensein zahlreicher elektronendichter Körper (dense bodies), Mitochondrien und Lipid-(Fett)-Tropfen. Die Paraphysenzellen zeigten einen ausgeprägten Mikrovillibesatz, große Interzellularspalten und viele Mitochondrien. Nur wenige PAS- (Schiffsches Reagenz) positive Granula lagen im Zytoplasma der Epithelzellen. Große Interzellularspalten fanden sich auch in perfusionsfixierten Proben. Rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen zeigten, Mikrovilli und Zilien, die in Bündeln in der Zellmitte angeordnet waren. Makrophagen fanden sich regelmäßig auf den Epithelzellen. Das Bindegewebe der Paraphyse enthielt sinuosidale Gefäße (Adern mit offenen, gefensterten Wänden), Mastzellen, Fibroblasten und Kollagenfasern. Die intraarterielle Applikation von Evans-Blau zeigte, dass eine Bluthirnschranke fehlt. Dies liegt wohl an dem charakteristischen gefensterten Epithel, welches die Paraphyse als Circumventrikuläresorgan charakterisiert. Das Vorkommen zytoplasmatischer Vesikel im Gefäßendothel deutet eine sekretorische und/oder resorbierende Funktion/en von Stoffen an.