Mermin, J., L. Hutwanger, D. Vugia, S. Shallow, P. Daily, J. Bender, J. Koehler, R. Marcus, & F. J. Angulo (2004): Reptiles, amphibians, and human Salmonella infection: A population-based, case-control study. – Clinical Infectious Diseases 38: S251-S261.

Salmonelleninfektion beim Menschen durch Reptilien und Amphibien: Eine populationsbasierte, fallkontrollierte Studie

Um die Belastung der mit Reptilien- und Amphibien-assoziierten Salmonelleninfektionen abschätzen zu können wurden zwei fallkontrollierte Studien zur menschlichen Salmonelleninfektionen von 1996-1997 durchgeführt. Die Studien waren integriert in 5 Netzwerken zur Erfassung und Überwachung von Nahrungsmittel assoziierten Erkrankungen (FoodNet) in den überwachten Regionen: ganz Minnesota und Oregon sowie einzelnen Bezirken in Kalifornien, Connecticut und Georgia. Die erste Studie bezog sich auf 463 Patienten mit Salmonellainfektionen der Serogruppen B oder D und 7.618 Populations-basierten Kontrollprobanden. Die zweite Studie enthielt 38 Patienten mit nicht Serogruppe B oder D zugehörigen Salmonellainfektionen und 1.429 Kontrollen alle aus dem Bundesstaat Kalifornien. Die Patienten und Kontrollpersonen wurden zum Kontakt mit Reptilien und Amphibien befragt. Reptilien- und Amphibienkontakt war assoziiert mit beiden Salmonellainfektionen der Serogruppen B und D ([OR], 1,6; 95 % Konfidenzintervall [CI], 1,1-2,2; p<.009) und mit mit nicht-Serogruppe B oder D Salmonellosis (OR, 4,2; CI 1,8-9,7; p<.001).Der Anteil der Probanden, die Kontakt zu Reptilien oder Amphibien hatten, lag bei 6 % für alle sporadisch aufgetretenen Infektionen mit Salmonellen und betrug 11 % bei Personen, die jünger als 21 Jahre waren. Die Daten belegen, dass Kontakt mit Amphibien und Reptilien mit Salmonellosis assoziiert ist und dass etwa 74.000 solcher Infektionen pro Jahr in den USA darauf zurückzuführen sind.

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