Litzgus, J. D. & T. A. Mousseau (2006): Geographic variation in reproduction in a freshwater turtle (Clemmys guttata). – Herpetologica 62 (2): 132-140.

Geographische Variation bei der Reproduktion für die Süßwasserschildkröte (Clemmys guttata)

Wir untersuchten die Reproduktion für 3 Jahre mittels Radiotelemetrie und mit Röntgenaufnahmen bei Clemmys guttata in einer Population in South Carolina. Die Paarungszeit im Frühjahr (März-April) ging einher mit einer Ansammlung der Schildkröten, allerdings kam es während des zweiten Peaks in der Paarungssaison im Herbst (September-Oktober) zu keinen Ansammlungen. Über 75 % der mit Sendern ausgestatteten Weibchen waren in jedem Untersuchungsjahr gravide. Die Nistsaison dauerte ungefähr zwei Monate (Mitte Mai bis Mitte Juli). Die Ablage fand hauptsächlich nachts statt und die meisten Nester (17 von 21, 81 %) wurden in morsche Holzreste von sich zersetzenden Baumstümpfen und Holzabfällen abgelegt. Die Inkubationszeit lag bei durchschnittlich 79 Tagen und wurde mit zunehmender Nesttemperatur kürzer. Die Gelegegröße war Punkt-korreliert mit der mütterlichen Körpergröße und es gab keine Anhaltspunkte für eine Beziehung zwischen Gelegegröße und Eigröße. Allerdings erfolgten die meisten Messungen in Bezug auf die Eigröße und die Messungen der Schlüpflingsgröße unabhängig von der Größe der jeweiligen Weibchen. Wir verglichen auch die Reproduktion bei Schildkröten aus drei sehr entfernt liegenden Populationen der Tropfenschildkröte. Dabei zeigte sich, dass die Gelegegröße mit dem Breitengrad zunimmt, mit den größten Gelegen im Norden (Ontario, Durchschnitt = 5,3 Eier), mittelgroß in zentralen Populationen (Pennsylvania, 3,9 Eier), und am kleinsten in South Carolina (2,8 Eier). Die Variationen in Bezug auf die Reproduktion bezog sich sowohl auf die Eizahl als auch auf die Eigröße. In den meisten Fällen erklärten sich die Unterschiede in Bezug auf Gelegegröße und Eigröße durch die Unterschiede bei der Größe der Muttertiere zwischen den Populationen. Da die Tropfenschildkröte in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet als gefährdete Art eingestuft ist, können die Daten der vorliegenden Arbeit hilfreich für das Erhaltungsmanagement der Art sein und Anhaltspunkte für die Planung zukünftiger Untersuchungen liefern.

Kommentar von H.-J. Bidmon

Sicher liefert diese Arbeit einige interessante Beobachtungen, wie die nächtliche Eiablage in sich zersetzendes Holz und die Inkubationszeit. Allerdings frage ich mich, ob man sich und der Sache einen Gefallen tut, wenn man sich in den Publikationen wiederholt (siehe Litzgus & Mousseau (2003): Journal of Herpetology 37: 17-23 oder Abstract-Archiv).

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