Lee, K., T. Iwata, M. Shimizu, T. Taniguchi, A. Nakadai, Y. Hirota & H. Hayashidani (2009): A novel multiplex PCR assay for Salmonella subspecies identification. – Journal of Applied Microbiology 107 (3): 805-811.

Ein neuer Multiplex-PCR-Assay zur Identifikation von Salmonella-Unterarten

Ziel
Es galt, einen neuen Multiplex-Polymerase-Kettenreaktionsassay (PCR) mittels sechs Primerpaaren zur Identifikation von Salmonella-Unterarten zu entwickeln.

Methoden und Ergebnisse
Fünf Primerpaare (spezifische DNS-Sequenzen) wurden ausgewählt, um die Gene fljB, mdcA, gatD, stn und STM4057 zu detektieren, die für die verschiedenen phänotypischen Eigenschaften verantwortlich sind oder die unterartenspezifische Regionen kodieren. Zudem wurde ein Primerpaar für das Gen invA zur simultanen Detektion von Salmonella benutzt. Wir gingen davon aus, dass die Kombination dieser Primerpaare eindeutige Ergebnisse in Bezug auf den Nachweis aller Unterarten liefern sollte, einschließlich der Art Salmonella bongori. Der Muliplex-PCR-Assay wurde optimiert und an 53 Salmonella-Stämmen, die alle bekannten Unterarten von S. enterica einschlossen, sowie an S. bongori und fünf Nicht-Salmonella-Stämmen getestet. Der Multiplex-PCR-Assay zeigte, dass alle Genotypen sehr gut mit den bekanten Phänotypen der getesteten Salmonella-Stämme korreliert waren. Das charakteristische Bandenmuster für die einzelnen Unterarten wurde aus 94 center dot 3 % (50/53) der Salmonellenstämme generiert, und es wurde kein Genprodukt der Nicht-Salmonellenstämme vom Multiplex-PCR-Assay erfasst.

Schlussfolgerung
Der von uns entwickelte Multiplex-PCR-Assay erwies sich als eine sehr schnelle, spezifische und leicht anwendbare Methode zum Nachweis und gleichzeitiger Charakterisierung von Salmonellenunterarten im Vergleich zu den bisherigen traditionellen biochemischen Verfahren, und er eignet sich somit für das rasche Screening großer Probenmengen.

Signifikanz und Anwendbarkeit der Studie
Dieser Assay ist sehr nützlich, speziell für die Charakterisierung von Salmonella-Isolaten aus Reptilien, die bekanntlich zu sehr verschiedenen Unterarten gehören. Diesbezüglich wird dieser Assay dazu beitragen, die reptilienassoziierte Salmonellose besser zu erfassen und zu charakterisieren.

Kommentar von H.-J. Bidmon

Diese Arbeit zeigt, dass man das Problem der reptilienassoziierten Salmonellose nicht nur in den USA und Europa ernst nimmt (siehe auch Kommentar zu: Hidalgo-Vila, J., C. Diaz-Paniagua, N. Perez-Santigosa, C. de Frutos-Escobar & A. Herrero-Herrero (2008): Salmonella in free-living exotic and native turtles and in pet exotic turtles from SW Spain – Research in Veterinary Science 85: 449-452 oder Abstract-Archiv und Hatt, J.-M., A. Fruth & W. Rabsch (2009): Informationsupdate zur reptilienassoziierten Salmonellose. – Tierärztliche Praxis Kleintiere 37 (3): 188-193 oder Abstract-Archiv).

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