Jung, S. O., Y. M. Lee, Y. Kartavtsev, I. S. Park, D. S. Kim & J. S. Lee (2006): The complete mitochondrial genome of the Korean soft-shelled turtle Pelodiscus sinensis (Testudines, Trionychidae). – DNA Sequence 17 (6): 471-483.

Das komplette mitochondriale Genom der koreanischen Weichschildkröte, Pelodiscus sinensis

Wir isolierten bei der Koreanischen Weichschildkröte, Pelodiscus sinensis, die mitochondriale DNS mit der Langen-Polymerase-Kettenreacktion (long-PCR) unter Verwendung konservierter Primer und sequenzierten das mitochondriale Genom (Mitogenom) durch Primer-Walking unter Verwendung flankierender Sequenzen. Die P. sinensis mitochondriale DNS hat 17.042 bp (Basenpaare) und die strukturelle Organisation ist konserviert (ähnlich) im Vergleich mit anderen Reptilien und Säugern. Um die phylogenetische Beziehung zu den Schildkröten zu analysieren, benutzten wir NJ, MP und ML Analyse-Methoden nach Übertragung der Sequenzen des mitochondrialen 16S rRNS-Gens. Wir verglichen ebenso zwei P. sinensis Varianten aus Korea und China anhand ihrer mitochondrialen Genome. In dieser vorliegenden Studie berichten wir über die grundlegenden Charakteristika des mitochondrialen Genoms von P. sinensis, einschließlich seiner strukturellen Organisation und der Basenkomposition der Gene für rRNS, tRNS sowie der für Proteine kodierenden Gene und über spezielle Charakteristika der tRNS-Sequenzen. Gerade diese Parameter sind dazu zu verwenden, die phylogenetischen Beziehungen zwischen den Schildkröten zu studieren.

Kommentar von H.-J. Bidmon

Sicher für die meisten wohl ein vielleicht zu wissenschaftlich ausgerichtetes Abstract, aber dennoch wieder ein Stück im Puzzle zur exakten Klassifizierung von bestimmten Spezies, das uns zeigt, wozu diese Methoden eingesetzt werden und welche Möglichkeiten sie bieten. (siehe auch Kommentar zu Perez et al. (2006): Molecular Ecology Notes 6 (4): 1096-1098 oder Abstract-Archiv, und andere Abstracts im Abstract-Archiv, Thema Genetik).

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