Dipineto, L., M. Capasso, M. P. Maurelli, T. P. Russo, P. Pepe, G. Capone, A. Fioretti, G. Cringoli & L. Rinaldi (2012): Survey of co-infection by Salmonella and oxyurids in tortoises. – BMC Veterinary Research 8: 69, DOI: 10.1186/1746-6148-8-69.

Eine Überprüfung der Koinfektionsrate mit Salmonellen und Oxyuriden bei Landschildkröten.

Hintergrund: Salmonella spp. und Oxyuriden sind die bei weitem häufigsten Bakterien und Parasiten in Reptilien. Diese Organismen werden bei gesunden Landschildkröten routinemäßig und regelmäßig nachgewiesen, obwohl sie auch zu schweren Infektionen mit einem ausgeprägten Krankheitsbild beitragen können. Landschildkröten werden daher als eine verbreitete Quelle für die so genannte reptilien-assoziierte Salmonellose angesehen, eine der wichtigsten Zoonosen weltweit. Eine Überprüfung der Häufigkeit des Vorkommens von Salmonella spp. und Oxyuriden wurde bei 53 Landschildkröten im südlichen Italien durchgeführt und dabei wurde eine mögliche Korrelation für diese beiden Pathogene untersucht.
Ergebnisse: Salmonella spp. und Oxyuriden wurden mit einer Häufigkeit von 49,1 % und 81,1 % nachgewiesen. Es gab eine signifikante positive Korrelation zwischen Salmonella spp. und Oxyuriden. Allerdings muss man hier auch beeinflussende Faktoren, die aus den Tierhaltungsbedingungen herrühren könnten, im Auge behalten, die für diese Korrelation mit verantwortlich sein könnten.
Schlussfolgerung: Unsere Ergebnisse verweisen darauf, dass Vorsicht geboten ist, wenn es darum geht, Schildkröten auszuwildern, in menschliche Obhut zu nehmen, oder wenn es generell zum Kontakt zwischen Menschen und Landschildkröten oder anderen exotischen Haustieren kommt. Weiter führende Studien zur Epidemiologie und zur molekularen Charakterisierung und dem Krankheitspotential von Salmonellen und Oxyuriden sind nötig, um das aktuelle Ausmaß und Gefährdungspotential dieser Organismen zu analysieren, auch insbesondere daraufhin, wie sich bei Landschildkröten und anderen Exoten singuläre Infektionen mit nur einem der Erreger von jenen mit assoziierten Erregervorkommen unterscheiden.

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