Correa, J. K. C., E. J. Hernández-Ruz, M. T. de Santana Miglionico & L. A. Viana (2018): A new species of Isospora Schneider, 1881 (Apicomplexa: Eimeriidae) from the twist-necked turtle Platemys platycephala (Schneider) (Testudines: Chelidae) in Brazil. – Systematic Parasitology 95 (2-3): 319-324.

Eine Isospora-Spezies Schneider, 1881 (Apicomplexa: Eimeriidae) aus der Rotkopf-Plattschildkröte, Platemys platycephala (Schneider) (Testudines: Chelidae) in Brasilien.

DOI: 10.1007/s11230-018-9777-1

Hier berichten wir über eine neue Kokkzidienart aus der Gattung Isospora Schneider 1881 (Apicomplexa, Eimeriidae) die aus einem Exemplar der Schildkröte, Platemys platycephala (Schneider, 1792) welche aus dem Überflutungsgebiets der in Amazonien gelegen Gemeinde Altamira im Bundesstaat Pará in Nordbrasilien stammte. Die Oozysten von Isospora platemysi n. sp. Sind subsphäroidal, 19.0-24.0 × 22.5-18.5 (22.6 × 20.8) µm groß [Länge/wBreitenverhältnis 1.0-1.1 (1.1)] mit einer farblosen Wand, 1.0-1.9 (1.4) µm breit, bestehend aus zwei glatten Lagen; einem polaren Granula und einem fehlendem Oozystenresiduum sowie fehlender Micropyle. Die Sporocyste ist oval 10.0-12.1 × 8.0-10.0 (11.0 × 9.1) µm [Länge/Breitenverhältnis 1.1-1.3 (1.2) mit einem with knopfähnlichen Stieda-Körper. Ein Unterstiedakörper ist vorhanden (rund, irregulär-trapezoidal) und fehlenden Parastiedalkörper. Ein Sporocystenresiduum liegt verteilt und besteht aus Granula unterschiedlicher Größe. Hierbei handelt es insgesamt um den fünften Bericht über einen Isosporafund bei Schildkröten und um den Erstbericht über parasitische Kokkzidien in der Gattung Platemys.

Kommentar von H.-J. Bidmon

Nun so steht eine Parasitenarbeit nicht gerade im Fokus von Schildkrötenliebhabern, aber es sollte uns durchaus daran erinnern wie solche Krankheitserreger in unsere Bestände gelangen können und sich von dort aus eventuell auch ausbreiten können. Diese Arbeit zeichnet sich aber für Interessierte noch dadurch aus, dass die Autoren die neue Kokkzidienart nicht nur beschrieben haben, sondern sie haben sie auch sehr schön erklärend und nachvollziehbar gezeichnet. Was die Arbeit sicher nicht nur für die Systematiker unter den parasitologisch Interessierten, sondern auch für die Diagnostik interessant macht.

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