Amer, S. A. M. F. A. E. Sallam (2006): Features of mitochondrial DNA in African tortoise „Geochelone pardalis“ and their phylogenetic implications. – Journal of the Egyptian German Society of Zoology 49C: 163-176.

Eigenschaften der mitochondrialen DNS bei afrikanischen Landschildkröten „Geochelone pardalis“ und deren Auswirkungen für deren Phylogenie

Mitochondriale DNS von ungefähr 1,7k bp, die zwischen der NADH dehydrogenase Untereinheit 1 (ND 1) und Cytochromoxidaseuntereinheit I (CO 1) der Landschildkröte, Geochelone pardalis aus Namibia, Tansania, Kenia und Somalia lokalisiert ist, wurde sequenziert. Die Gene dieses Segments zeigten eine typische Organisation wie bei anderen Wirbeltieren (WOWS auf, die wie folgt ist: tRNS-Gene für Isoleucin, Glutamin und Methionin, NADH-dehydrogenaseuntereinheit 2 (ND2) (Protein-kodierendes Gen) und tRNS Gene für Tryptophan, Alanin, Asparagin, Cystein und Tyrosin. Maximum-Wahrscheinlichkeit und Maximum-Parsimoniemethode zeigten in Übereinstimmung eine Monophylie der Proben aus den vier geographischen Regionen. Die Populationen aus Kenia und Tansania zeigten eine Schwesterbeziehung und bildeten eine Klade zusammen mit der Somaliapopulation. Die Population aus Namibia stand an der Basis zu allen anderen Populationen, was den südwestafrikanischen Ursprung von G. pardalis erklären könnte. Die molekularen Variationen zwischen den untersuchten Populationen waren sehr limitiert (gering), was nahe legt, dass die morphologischen Unterschiede, die man für die einzelnen Populationen findet, sehr wahrscheinlich auf regionenspezifischen Anpassungen beruhen und nicht als Merkmale zur Beschreibung echter Unterarten gewertet werden sollten.

Kommentar von H.-J. Bidmon

Auch hier wieder ein deutlicher Verweis auf phänotypische Plastizität als Anpassungen an bestimmte ökologische Nischen.

Seitenanfang