Watson, J. W., S. P. Epperly, A. K. Shah & D. G. Foster (2005): Fishing methods to reduce sea turtle mortality associated with pelagic longlines. – Canadian Journal of Fisheries and Aquatic Science 62 (5): 965-981.

Angelmethoden zur Reduzierung der Meeresschildkröten-Sterblichkeit verursacht durch pelagische Langleinen

Eine Veränderung des Hakendesigns und des Ködertyps wurden als Maß für den Beifang von Meeresschildkröten an pelagischen Langleinen im Westen des nordatlantischen Ozeans untersucht. Speziell wurde die Effektivität von 18/0 Rundhaken und Makrelen-Ködern (Scomber scombrus) dahingehend ausgewertet, ob sich die Interaktionen mit Meeresschildkröten reduzieren lassen, trotz der Aufrechterhaltung der Fangraten für Schwertfische (Xiphias gladius) und Thunfische (Thunnus spp.). Einzeln angebrachte Rundhaken mit Makrelen-Ködern reduzierten signifikant den Beifang von (Caretta caretta) und von Lederrücken-Meeresschildkröten (Dermochelys coriacea). Außerdem reduzieren Rundhaken signifikant die Rate des Hakenverschluckens durch die Karettschildkröten, was die damit assoziierte Sterblichkeit potentiell erniedrigt. Die Kombination von Rundhaken und Makrelen-Ködern war für den Schutz der Karettschildkröten am wirksamsten und hatte keinen negativen Effekt auf den Schwertfisch-Fang. Diese Modifikation der Angelmethode in Verbindung mit der Weiterentwicklung der Werkzeuge zur Beseitigung von Haken und Leinen von den Schildkröten reduziert signifikant die Fangrate von Meeresschildkröten und potentiell die Sterblichkeit als Nachwirkung des Hakenverschluckens von jenen, die gefangen wurden, wobei die Fangraten für die eigentlichen Zielspezies (Fische) nicht negativ beeinflusst wurden. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass diese Schutzmaßnahmen das Potential aufweisen, die Sterblichkeit der Meeresschildkröten und anderer Beifang-Spezies weltweit zu reduzieren.

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