Matson, C. W., G. Palatnikov, A. Islamzadeh, T. J. McDonald, R. L. Autenrieth, K. C. Donnelly & J. W. Bickham (2005): Chromosomal Damage in Two Species of Aquatic Turtles (Emys orbicularis and Mauremys caspica) Inhabiting Contaminated Sites in Azerbaijan. – Ecotoxicology 14(5): 513-255.

Ein Chromosomenschaden bei zwei Wasserschildkrötenarten (Emys orbicularis und Mauremys caspica), die ein kontaminiertes Gebiet in Aserbaidschan bewohnen.

DOI: 10.1007/s10646-005-0001-0 ➚

 Emys orbicularis, Europäische Sumpfschildkröte – © Hans-Jürgen-Bidmon
Europäische Sumpfschildkröte,
Emys orbicularis,
© Hans-Jürgen-Bidmon

Die kaspische Region, speziell die Apsheron-Halbinsel von Aserbaidschan ist dafür bekannt, dass ihre Umwelt verschmutzt und kontaminiert ist. Diese komplexe Mischung aus Kontaminierungen macht eine Gefahrenzuordnung schwierig. Wir benutzen die Methoden Durchflusszytometrie (FCM) und Mikronucleusassay (MN) zur Einschätzung der chromosomalen Zerstörung bei aquatischen Schildkröten (Emys orbicularis, Europäische Sumpfschildkröte und Mauremys caspica, Kaspische Wasserschildkröte), die die kontaminierten Feuchtgebiete Aserbaidschans bewohnen. Anzeichen für genetische Veränderungen konnten für die zwei Regionen Neftchala und Sumgayit im relativen Vergleich zu einer Referenzregion Ali Bairamly erbracht werden. Es wurden Sedimentproben jeder der Regionen auf PAHs (PAH = Polyzyklische-Aromatische-Kohlenwasserstoffe) und Quecksilber untersucht, um den Zusammenhang zwischen einer potentiellen Kontaminierung und der gefundenen genetischen Störung einschätzen zu können. Eine signifikant positive Korrelation wurde zwischen Dreirinigen-PAH-Sediment Konzentrationen und der mittels FCM nachweisbaren chromosomalen Störungen bei E. orbicularis dokumentiert. Diese Daten zeigen in Kombination, dass die kontaminierten Feuchtgebiete in Sumgayit und Neftchala genotoxisch sind und dass dreiringige PAHs einen signifikanten Einfluss auf die untersuchte Genotoxizität haben.

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