Kati, V., J. Foufopoulos, Y. Ioannidis, H. Papaioannou, K. Poirazidis & P. Lebrun (2007): Diversity, ecological structure and conservation of herpetofauna in a Mediterranean area (Dadia National Park, Greece). – Amphibia-Reptilia 28 (4): 517-529.

Diversität, ökologische Struktur und der Schutz der Herpetofauna in einem Mittelmeergebiet (Dadia National Park, Greece)

Diese Studie hat zum Ziel, die Diversitätsmuster und die ökologische Struktur der Herpetofauna zu erforschen, um eine Anleitung für deren Schutz zu entwickeln, als Fallstudie wurde der Dadia-Nationalpark in Griechenland ausgewählt. Wir untersuchten 36 Gebiete, indem wir zeitgebundene Besuche in Zufallstranssekten durchführten, um die semi-aquatische (Amphibien und Wasserschildkröten) sowie die terrestrische (Echsen und Landschildkröten) Herpetofauna zu sammeln. Wir wiesen zwanzig inklusive drei geschützter Arten nach. Die Verantwortlichen für den Park sollten Bäche als Habitate höchster Priorität für die semi-aquatische Herpetofauna behandeln, zeitweilig überflutetes Land und Tieflandbäche als wichtige Habitate und anthropogen verursachte Feuchthabitate als von geringerer Bedeutung. Semi-aquatische Arten haben bezüglich des Substrattyps und der Feuchtigkeit strenge Habitatansprüche. Die terrestrischen Arten werden vom Schattengrad und dem Substrattyp beeinflusst, sie bevorzugen eine Vielfalt von halboffenen Habitaten (offene Eichenwälder, Heide), die sich eher in der Übergangszone als im Zentrum des Parks befinden, das dichte Waldhabitate enthält. Im Fokus des Schutzgebietes stehen als ursprüngliche Priorität Raubvögel, was sich mit dem Schutz der terrestrischen Herpetofauna vereinbaren lässt, weil die vorgeschlagene Behandlung der offenen Waldstruktur auch für die terrestrische Herpetofauna von Nutzen ist. Unsere Forschung weist daraufhin, dass zukünftige Managementprogramme die Notwendigkeiten der Herpetofauna unabhängig benennen müssen und dass sie auch in die Monitoring-Programme des Parks eingeschlossen werden sollten unter besonderer Berücksichtigung des Schutzstatus' und der Entwicklung der fünf geschützten Arten.

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