Iverson, J.B. (2010): Reproduction in the Red-Cheeked Mud Turtle (Kinosternon scorpioides cruentatum) in Southeastern Mexico and Belize, with Comparisons Across the Species Range. – Chelonian Conservation and Biology 9(2): 250–261.

Reproduktion der Rotwangenklappschildköte (Kinosternon scorpioides cruentatum) im südöstlichen Mexiko und Belize, mit Vergleichen über das Verbreitungsgebiet der Art.

DOI: 10.2744/CCB-0827.1

Rotwangen-Klappschildkröte, Kinosternon cruentatum – © Michael Daubner
Rotwangen-Klappschildkröte,
Kinosternon cruentatum, ein Jungtier
© Michael Daubner

Die Reproduktion der Rotwangenklappbrustschildkröte (Kinosternon scorpioides cruentatum) wurde im südöstlichen Mexiko und Belize (Yucatan Peninsula) auf der Basis von Museumsexemplaren und im Feld gefangenen Tieren untersucht. Adulte Weibchen (Durchschnittliche Carapaxlänge [CL] = 110 mm) waren nicht signifikant größer als adulte Männchen (Durchschnittliche CL= 108 mm). Weibchen erreichten die Geschlechtsreife mit 100-105 mm CL und einem geschätzten Alter von 9-10 Jahren. Die jährliche Reproduktion weiblicher Schildkröten war scheinbar konstant für 10 Monate des Jahres von August bis Juni, mit der Produktion mehrerer Gelege (bis zu 5) pro Jahr. Die Gelegeanzahl steigt mit der Größe des Weibchens. Die Eier durchlaufen eine Diapause und embryonale Ästivation. Der Schlupf scheint nach ca. neun Monaten im Nest, in der Natur in der Regenzeit, zu erfolgen (Juni-August).
Die modale Gelege Größe waren nur 2 Eier (Mittelwert 2,2, Bereich1-4). Die Gelege Größe steigt mit der Größe des Weibchens. Die durchschnittliche Größe der Eier betrug 31,5mm x 16,6mm und 5,5g und variierte nicht in Abhängigkeit der Körpergröße des Weibchens. Die durchschnittliche relative Ei Masse (REM= Durchschnittliche Ei Masse x 100//[Körpermasse - Gelege Masse 2]) betrug 2,3, war niedriger in größeren Gelegen und wurde mit steigendem Körpergewicht kleiner. Die Relative Gelege Masse (RCM=REM x Gelege Größe) betrug durchschnittlich 4,85 was Ähnlichkeiten zu der sympatrischen Art K. creasri (4,5) aufweist. Diese beiden Werte sind die kleinsten bisher für Kinosternon Populationen dokumentierten Werte. RCM zeigte keine Schwankungen in Abhängigkeit zum Körpergewicht des Weibchens. Weibchen widmen jedem Gelege einen relativ konstanten Teil ihres Körpergewichtes. Die Zunahmen in Bezug auf die Reproduktionsleistung scheinen durch eine Reduktion der Gelege Größen (nicht Ei Größen) und geringere Frequenz ausgeglichen zu werden. Diese ungewöhnliche Folge von Reproduktionsmerkmalen (kleine Körpergröße, kleine Gelege Größe, Produktion von bi zu 5 Gelegen pro Jahr, reduzierte relative Gelege Masse und embryonale Diapause und Ästivation) könnte es der Art ermöglicht haben in weniger als vier Millionen Jahren, weitere Teile Südamerikas zu besiedeln als irgendeine andere mittelamerikanische Schildkrötengattung oder Art.

Galerien

 

Seitenanfang