Innes C., C. Tabaka, P. Raiti, F. Frye, M. Garner, T. Boyer, & B. Bonner (2006): Gross necropsy and histopathological findings in imported impressed tortoises, Manouria impressa: seventeen cases. – Journal of Herpetological Medicine and Surgery 16 (2): 49-52.

Nekroskopische Untersuchungen und histopathologische Befunde bei importierten Hinterindischen Landschildkröten, Manouria impressa: Siebzehn Fälle

Die Hinterindische Landschildkröte Manouria impressa ist eine nur wenig bekannte, primitive Art, die in den Bergwäldern Burmas, Thailands, Vietnam, Malaysia und im südlichen China gefunden wird. Es ist sehr schwer, die Art für die Gefangenschaftshaltung zu akklimatisieren, und bislang gibt es keine publizierten Daten über deren Nachzucht. Die post mortem Untersuchungen an 17 M. impressa, die 1996-2004 in die USA importiert wurden, zeigte ein hohes Maß an gastrointestinalen Leber- und Nierenläsionen. Mögliche Ursachen, die die Erkrankungen bei dieser Art fördern, sind die langen Transportwege im Lebendtierhandel und die Spezialisierung auf eine bestimmte Nahrung.

Kommentar von H.-J. Bidmon

Bezüglich der erfolgreichen Nachzucht kann man mittlerweile einigen gratulieren, selbst, wenn noch nicht alles publiziert ist wie Ralph Hoekstra, Kalifornien und auch jüngst Viktor Mislin aus Basel. Allerdings wenn auch damals schon Tiere mit Steinen gestopft wurden, wie jüngst im Zoo von Atlanta festgestellt (siehe Bidmon (2007) SiF 4 (4), so kann auch dies zu Läsionen im Verdauungstrakt beigetragen haben, selbst dann, wenn die Steine zum Glück schon wieder abgegangen waren.

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