Hua, L. S., S. P. Gong, X. J. Zhong, J. Tao, Y. Chen & J. M. Deng (2017): The Effects of Water Depth and Substrate Conditions on Changes in Body Weight and Health Status of Captive Big-headed Turtles (Platysternon megacephalum) during Hibernation. – Pakistan Journal of Zoology 49(6): 2243-2248.

Der Einfluss von Wassertiefe und der Substratbedingungen auf die Körpergewichtsveränderungen und den Gesundheitsstatus bei der Großkopfschildkröte (Platysternon megacephalum) während der Hibernation.

DOI: 10.17582/journal.pjz/2017.49.6.2243.2248

Großkopfschildkröte, Platysternon megacephalum – © Hans-Jürgen Bidmon
Großkopfschildkröte,
Platysternon megacephalum
© Hans-Jürgen Bidmon

Bei der Großkopfschildkröte (Platysternon megacephalum) handelt es sich um eine in der Wildnis stark gefährdete Art die durch den illegalen Handel, Übersammeln und Habitatverlust bedroht ist. Die Nachzucht unter menschlicher Obhut ist eine effektive Erhaltungsmaßnahme um ihre Ausrottung zu verhindern, aber eine sichere Überwinterung erweist sich immer noch als eine technische Herausforderung bei der Großkopfschildkröte. Die Erarbeitung optimaler Hibernationsbedingungen ist daher wichtig um diese Problem zu lösen. In dieser Studie untersuchten wir die Auswirkungen von zwei wesentlichen Umweltbedingungen Wassertiefe und die Verfügbarkeit von Sandbetten in Bezug auf die Körpergewichtsveränderungen und den Gesundheitsstatus vor und nach der Überwinterung. Die Ergebnisse zeigen, dass die Nutzung eines geeigneten Sandbetts während der Hibernation den Gesundheitsstatus der Schildkröten signifikant (P< 0,05) fördert, aber es hat keinen signifikanten Einfluss auf die Erhaltung des Körpergewichts. Eine optimale Wassertiefe von etwas weniger als die dreifache Körperhöhe hilft aber deutlich zur Aufrechterhaltung des Körpergewichts (P< 0,01), insbesondere dann wenn die Umgebungstemperatur nicht kühl genug für eine optimale Überwinterung ist. Diese Befunde können eine technische Anleitung zur sicheren Überwinterung von Großkopfschildkröten in menschlicher Obhut sein die zur Erhaltung dieser bedrohten Süßwasserspezies beitragen können.

Kommentar von H.-J. Bidmon

Zumindest eine logische Beobachtung, denn wenn die Tiere sich nur wenig bewegen müssen um mit der Nasenöffnung die Wasseroberfläche zu erreichen sparen sie mehr Energie ein auch dann, wenn bei zu hoher Überwinterungstemperatur der Grundstoffwechsel generell höherliegen dürfte.

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