Fredericksen, T. S. (2014): Thermal Regulation and Habitat Use of the Eastern Box Turtle in Southwestern Virginia. – Northeastern Naturalist 21(4): 554–564.

Thermoregulation und Habitatnutzung bei der Östlichen Dosenschildkröte im Südwesten von Virginia.

DOI: 10.1656/045.021.0406

Carolina-Dosenschildkröte, Terrapene carolina – © Hans-Jürgen Bidmon
Carolina-Dosenschildkröte,
Terrapene carolina
© Hans-Jürgen Bidmon

Terrapene carolina carolina (Östliche Dosenschildkröte) besitzt ein weites geographisches Verbreitungsgebiet innerhalb dessen sie Mikrohabitate auswählt, die ihr sowohl die Thermoregulation ermöglichen, als auch zur Minimierung des Wasserverlusts beitragen und ihr entsprechende Nistplätze bieten. Ich untersuchte hier im Südwesten von Virginia die Habitatauswahl und die Aktivitätsmuster in Abhängigkeit zu den kurzfristigen Wetterwechseln sowie auch im saisonalen Verlauf. Dazu wurden die Schildkröten mittels Radiotelemetrie überwacht. In den Ergebnissen zeigte sich, dass sie 36 % ihrer Zeit im Inneren alter ausgereifter Waldflächen verbringen, 23 % in sogenannten Randhabitaten, 18 % im freien Feld und 7 % in einer 22 Jahre alten Weißkiefernplantage (Pinus strobus). Ebenso verbringen sie 7 % ihrer Tageszeit auf Waldlichtungen, 5 % auf einer 4 Jahre alten Kahlschlagfläche und weitere 4 % in Bachläufen. Es wurde auch ein saisonaler Habitatwechsel beobachtet, wobei die meisten Schildkröten ausgereifte Wälder während aller Monate im Jahr bevorzugten, mit Ausnahme des Monats Mai, wo man 47 % der Tiere in Randhabitaten antraf. Östliche Dosenschildkröten suchten im Herbst öfters Waldlichtungen innerhalb des Walds auf, und die Weibchen wanderten aus dem Wald in die Kahlschlagfläche ein, um zu nisten, was dazu führte, dass die Home Range (genutzte Habitatfläche) der Weibchen im Vergleich zu der der Männchen wesentlich größer war. Wie erwartet lag die Aktivität der Schildkröten während der trockenen und heißen Monate in der Sommermitte niedriger, und sie sank dann während des Herbsts mit sinkender Temperatur weiter ab. Regenfälle gingen immer mit gesteigerter Aktivität einher, insbesondere nach längeren Trockenperioden.

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