Escoriza, D. & J. Ben Hassine (2017): Niche separation among north-west African semi-aquatic reptiles. – Hydrobiologia 797(1): 47-56; DOI: 10.1007/s10750-017-3157-8.

Die Nischenaufteilung zwischen nordwestafrikanischen Reptilien.

Die Herpetofauna Nordwestafrikas umfasst vier Arten an semiaquatischen Reptilien. In Nordwestafrika zeigen Emys orbicularis und Natrix astreptophora eine fragmentierte Verbreitung und gelten als stenotope Spezies wohingegen Mauremys leprosa und Natrix maura die ganze Region besiedeln und zu den eurytopen Spezies zählen. Wir untersuchten die Faktoren die diese Verbreitungsmuster bedingen und testeten die Hypothese die besagt, dass Tiere die die gleichen Ressourcen nutzen dazu tendieren sich räumlich abzugrenzen. Wir charakterisierten daher die ökologischen Nischen der Arten auf der Basis der klimatischen und topographischen Bedingungen, der Bodenstruktur, Landschaftsformation und anhand der hydrologischen Voraussetzungen. Die Beziehungen zwischen dem Vorhandensein einer Art und den Umweltgradienten wurde aufgrund eines enfernungsbasierten, linearen Modells untersucht und die Habitatverfügbarkeit wurde mit den Programm Random Forests modelliert. Unsere Ergebnisse zeigen sowohl für E. orbicularis wie auch für N. astreptophora, dass sie extreme Standorte innerhalb des Umweltgradienten besiedeln. Das Klima wie auch die Landschaftsformation waren die Hauptfaktoren die die relative Vorkommenshäufigkeit für stenotope und eurytope Spezies beeinflussen. Allerdings werden diese semiaquatischen Arten durch gleiche ökologische Ansprüche in ihrer Verteilung begrenzt, da ihr Vorkommen positive assoziiert war mit der Komplexität der Flusssysteme. Somit kam es auch zu einer ausgeprägt weitreichenden räumlichen Überlappung zwischen den stenotopen und eurytopen Arten.

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