Dreslik, M. J. & C. A. Phillips (2005): Turtle communities in the upper Midwest, USA. – Journal of Freshwater Ecology 20(1): 149-164.

Schildkröten-Gemeinschaften im oberen mittleren Westens der USA

DOI: 10.1080/02705060.2005.9664948

Wir analysierten die Zusammenstellung der Schildkröten-Gemeinschaft des oberen mittleren Westens der USA unter Berücksichtigung steigender Breitengrade und der von Habitats- und Geographie-Effekten. Die relative Anhäufung (RA) einiger Spezies korreliert negativ mit der RA von Trachemys scripta. Weder die Vielfältigkeit, noch die Verteilung korrelierten mit dem Breitengrad. Flussgemeinschaften waren signifikant vielfältiger als die in stehenden Gewässern oder in Bachhabitaten, was wahrscheinlich durch die komplexere Habitatstruktur der Flüsse bedingt war. Die relative Anhäufungen der Spezies innerhalb der Schildkröten-Gemeinschaft können in zwei unterschiedliche Funktionen unterteilt werden, eine beschreibt lentische (Arten der stehenden Gewässer) und eine lotische Spezies (Arten der Fließgewässer). Schildkröten-Gemeinschaften unterliegen bedingt durch ihre Habitatansprüche einer Clusterung, was zeigt, dass die Habitate einen starken Einfluss auf die Strukturbildung innerhalb der Gemeinschaft haben. Die Gemeinschaften des Mississippi-Flusses waren reichhaltiger, verglichen mit den lacustrinen Habitaten (stehende Gewässer) von Süd-Illinois. Obwohl sie nicht so dominant ausgeprägt ist wie die Habitat bedingte Clusterbildung, trägt auch die zeitliche Isolation zu einer Strukturierung der Schildkrötengemeinschaften des mittleren Westens bei.

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