de Solla, S. R. & P. A. Martin (2007): Toxicity of nitrogenous fertilizers to eggs of snapping turtles (Chelydra serpentina) in field and laboratory exposures. – Environmental Toxicology and Chemistry 26 (9):1890-1895.

Die Toxizität von Stickstoffdünger für die Eier der Schnappschildkröte (Chelydra serpentina) bei Feld- und Laborexpositio

Viele Reptilien legen ihre Eier in landwirtschaftlich genutzten Gebieten. Wir untersuchten die Toxizität von zwei häufig genutzten Stickstoffdüngern Harnstoff und Ammoniumnitrat auf die Überlebensrate von Schnappschildkröteneiern. Die Eier wurden in einem kommunal genutzten Garten inkubiert, in dem 2004 eine realistische Menge Harnstoff von bis zu 200 kg/ha aufgebracht worden war. Ammoniumnitrat wurde in Mengen bis zu 2000 kg/ha in 2005 eingesetzt. Die Eier wurden ansonsten nicht manipuliert und inkubierten unter den natürlichen Witterungsbedingungen und Umgebungstemperaturen. Eier wurden auch im Labor in geschlossenen Gefäßen inkubiert, in denen die Stickstoffkonzentrationen konstanter blieben, da weder Verdampfung noch Auswaschungen durch den Regen einwirkten. Weder Harnstoff noch Ammoniumnitrat hatten einen Einfluss auf den Schlupferfolg bei den im Gartenstück inkubierten Eiern, obwohl eine Ammoniumnitrattoxizität (Überdüngung) bei einigen Wildpflanzen offensichtlich war. Beide Substanzen zeigten für die Laborexperimente einen reduzierten Schlupferfolg und geringere Körpergewichte der Schlüpflinge, ebenso war die Überlebensrate der Schlüpflinge im Vergleich zu Kontrollen verringert. Somit lässt sich ein Fehlen einer toxischen Wirkung im Freiland wohl damit erklären, dass Stickstoff aus dem Boden ausgewaschen wird und auch in die Atmosphäre entweicht. Wir schließen daraus, dass im allgemeinen Stickstoffdünger, wenn überhaupt, nur geringe Auswirkungen auf in landwirtschaftlich genutzten Gebieten abgelegte Schildkröteneier haben.

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