Casimire-Etzioni, A. L., J. F. X. Wellehan, J. E. Embury, S. P. Terrell & R. E. Raskin (2004): Synovial fluid from an African spur-thighed tortoise (Geochelone sulcata). - Veterinary Clinical Pathology 33(1): 43-46.

Synovialflüssigkeit (Gelenkflüssigkeit) von einer afrikanischen Spornschildkröte (Geochelone sulcata)

DOI: 10.1111/j.1939-165X.2004.tb00349.x

Centrochelys sulcata – © Hans-Jürgen Bidmon
Spornschildkröte, Centrochelys sulcata
© Hans-Jürgen Bidmon

Eine 4,5 Jahre alte Spornschildkröte wurde in der Tierklinik der Universität von Florida vorgestellt. Das Tier hatte eine zwei Wochen andauernde Krankengeschichte hinter sich, die gekennzeichnet war von Lethargie, Erbrechen, Anorexie, Atemnot und Aushusten von Flüssigkeit. Die Laboruntersuchung unter Einschluss eines Leukogramms zeigte einen starken Anstieg von Harnsäure im Plasma. Die Synovialflüssigkeit, die aus verschiedenen Gelenken gewonnen wurde, war dickflüssig, weißlich und trüb mit körnigen Bestandteilen. Mikroskopisch waren zahlreiche braune nadelförmige Kristalle (Urat) sichtbar (Gicht). Die Autopsie und die histopathologischen Befunde bestätigten den Befund einer systemischen Gicht mit Harnsäureablagerungen und einer assoziierten multiplen Organnekrose, einschließlich der Nieren, Lunge und Leber. Dehydration (Austrocknung) und Niereninsuffizienz können die Harnsäureausscheidung beeinträchtigt haben, wodurch sie sich im Blutplasma und in den Organen der Landschildkröte anreicherten. Eine zu proteinreiche Ernährung könnte als Ursache für die Entwicklung der Gicht angesehen werden. Wichtig ist aber, dass die Untersuchung von Synovialflüssigkeit dazu benutzt werden kann, um eine Gicht schnell und sicher zu diagnostizieren.

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